22 Juni 2011
Managementberater
Lünendonk definiert aus Aufnahmekriterium "Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Deutschland, erzielt bis zu 500 Mio. Euro Gesamtumsatz und gehört keinem Konzern an. Mehr als 60 Prozent des Umsatzes werden mit klassischer Unternehmensberatung wie Strategie, Organisation, Führung, Marketing erzielt.".
Bei einem Blick auf die Top10 wird allerdings deutlich das sich mehrere Gesellschaften auch erfolgreich im IT-Consultingbereich tummeln, auch wenn eine Abgrenzung der Umsätze vorgenommen wird, so finden sich diese Marktteilnehmer auch in der IT-Consulting Rangliste wieder. Es gibt also einige Unschärfen die dem Betrachter bewusst sein müssen.
Grundsätzlich hat sich der Markt positiv entwickelt, der Gesamtumsatz der Branche stieg von 13,6 Mrd. Euro im Jahr 2009 auf 14,7 Mrd. Euro (ohne IT-Consulting) was einem Zugewinn von knapp 8% entspricht. Nach einer BDU Schätzung (Bund der Unternehmensberater - der Branchenverband) gab es etwa 13.850 Marktteilnehmer im Jahr 2010.
Für das Jahr 2011 gehen die 25 führenden Gesellschaften im Durchschnitt von einem Wachstum ihrer individuellen Unternehmensumsätze von 10,4 Prozent aus. Den gesamten Managementberatungsmarkt sehen die Unternehmen für 2011 immerhin mit 5,8 Prozent im Plus.
Auch die Erwartungen für die nächsten fünf Jahre (2011-2016) sind ausgesprochen positiv. Sowohl für den gesamten Managementberatungsmarkt (5,4 % p. a.) als auch besonders für die eigenen Umsätze (9,2% p. a.) prognostizieren die führenden Unternehmen für diesen Zeitraum klare Wachstumstendenzen.

Am Standort Bonn ist der größte fehlende Marktteilnehmer die DeTeCon GmbH die im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 960 Mitarbeitern einen Umsatz (weltweit) von 185 Millionen erzielen konnte.
Darüberhinaus gibt es eine Reihe kleinerer und spezialisierter Beratungshäuser die über mindestens 20 Berater verfügen und deren Umsatz im Jahr 2010 mindestens im einstelligen Millionenbereich gewesen ist:
IT-Consulting
Nach dem bisher tiefsten Einbruch seit Bestehen des deutschen Marktes für IT-Beratung und Systemintegration im Jahr 2009 zeigte sich das Geschäft 2010 wieder freundlicher. Die von der Lünendonk GmbH, ermittelten 25 führenden IT-Unternehmen, die im Jahr 2010 die höchsten Umsätze in Deutschland erzielten und jeweils mindestens 60 Prozent ihres Umsatzes mit IT-Beratung und Systemintegration machten, verzeichneten im Jahr 2010 einen durchschnittlichen Zuwachs ihrer Inlandsumsätze von 6,5 Prozent.
Für das laufende Jahr 2011 erwarten die Top 25 IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen im Durchschnitt ein Wachstum des deutschen IT-Beratungs-Gesamtmarktes um 4,2 Prozent.
Für ihre individuellen Unternehmensumsätze gehen sie sogar für das laufende Jahr bereits wieder von einer Zunahme von 8 Prozent aus.
Auch hinsichtlich der mittelfristigen Entwicklung (2011-2016) ist bei den meisten der großen IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen der Optimismus zurückgekehrt. Ihre Marktprognosen lauten für diesen Zeitraum durchschnittlich 4,3 Prozent pro Jahr, die individuellen Unternehmensumsätze sollen zwischen 2011 und 2016 im Durchschnitt sogar wieder um 8,5 Prozent pro Jahr wachsen.
Rund 45.000 Mitarbeiter waren 2010 bei den Top 25 IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen in Deutschland beschäftigt – ebenso viele wie im Jahr zuvor. Das bestätigt, dass viele Unternehmen so weit wie möglich versucht haben, ihren Mitarbeiterbestand auch in der Krise zu halten, und deshalb nur wenige Stellen neu besetzen mussten.
Da die Gesamtumsätze der Unternehmen im Mittel etwas stärker gestiegen sind als die Summe der Gesamtmitarbeiterzahlen, ist 2010 der durchschnittliche Pro-Kopf-Umsatz mit rund 166.000 Euro gegenüber dem Jahr 2009 (160.000 Euro) leicht gestiegen.
Von den Top 25 der IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen in Deutschland bieten nach eigenen Angaben fast drei Viertel ihren Kunden Nearshore- beziehungsweise Offshore-Kapazitäten an.
Überwiegend sind es eigene Kapazitäten, also Tochter- oder Schwestergesellschaften in Niedriglohnländern.
Die Top 25 im Jahr 2011:

Vergleich Managementconsulting vs. IT-Consulting
Bezogen auf die Top25 beträgt der Umsatz im Jahr 2010 für den Managementbereich 4,573 Mrd. Euro und für den IT-Consulting Bereich 7,144 Mrd. Die Mitarbeiterzahl spricht jedoch mit ca. 18.000 Euro gegenüber ca. 45.000 Euro im IT-Consulting.
Durch die deutlich höheren Tagessätze im klassischen Managementberatungsbereich (1.000 bis über 5.000 Euro) im Vergleich zur IT (600-3.000) Euro relativiert sich der Gesamtumsatz wieder.
Die Projekte/Aufgabenstellungen sind im IT Bereich klassischerweise eher in Gewerkform und in deutlich größerem Umfang anzutreffen, was sich dann zwangsläufich auch in den Tagessätzen niederschlägt.
Ob ein Berater für 5.000 Euro am Tag tatsächlich vier mal so viel leistet wie vier Berater á 1.250 Euro muss natürlich jeder Auftraggeber selbst entscheiden, das gilt natürlich für den Managementbereich wie für das IT-Consulting.
Kontakt & Anregungen
Haben Sie weitergehende Informationen für uns, oder möchten ggf. für Ihr Unternehmen errechnete Werte korrigieren, oder Sie möchten gerne einen lokalen Marktteilnehmer ergänzen?
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